Der Schulkindergarten (SKG) ist eine Fördereinrichtung der Grundschule. Er nimmt schulpflichtige Kinder auf, die aus ihrer persönlichen Entwicklungsgeschichte heraus dem Unterricht eines ersten Schuljahres noch nicht beständig folgen können.
Der Schulkindergarten der Wiesenschule ist zuständig für Kinder aus verschiedenen Grundschulen der Umgebung.
Die täglichen 4 Unterrichtsstunden gliedern sich in Arbeits- und Spielstunden. Zu Beginn des Schuljahres sind es 3 oder 4 kleine Arbeitseinheiten von ca. 10 Minuten und Spieleinheiten von ca. 45 Minuten. Die Länge der Arbeitseinheiten wird allmählich gesteigert. Zum Jahreswechsel werden 30 Min. Einheiten ausgearbeitet, zum Ende des Schulkinder-gartenjahres sind die Arbeitsstunden 45 Min lang, entsprechend kürzer sind die Spiel-einheiten. An den 3 Tagen des Sportunterrichts, der teilweise gemeinsam mit einer 1. Klasse erteilt wird, gibt es manchmal keine Spielstunden mehr.
Der Unterricht wird unter ganzheitlichen Aspekten durchgeführt. Dabei achten wir darauf, dass alle Sinne angesprochen und körperliche, sprachliche, kognitive, musisch/kreative und soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten geübt und vertieft werden. Den Kindern werden angemessene Aufgaben gestellt, die ihrem Entwicklungsstand entsprechen und die sie auch mit einem "guten Gefühl" erfolgreich ausführen können. Dies stärkt ihr Selbstvertrauen, was besonders bei Kindern mit psychisch instabiler Persönlichkeit wichtig ist. Außerdem lernen sie, sich allmählich auf den Schulbetrieb einzustellen und sich in eine Klassengemeinschaft einzuordnen.
Wahrnehmungstraining in allen Sinnesbereichen, Formenzeichnen, Montessori Stationen, Hör- und Sprachübungen zu verschiedenen Buchstaben gehören zum Schwerpunkt der Unterrichtseinheiten. Grundlagen im Farb-, Form- und Mengenbereich werden mit den Kindern erarbeitet und das Interesse an schulischen Fachgebieten, besonders dem Lesen und Rechnen erwacht allmählich: Wichtig ist das Einüben eines angemessenen Sozialverhaltens. Viele zurückgestellte Kinder sind sehr ichbezogen und ordnen sich schwer in eine Gemeinschaft ein. Alle Kinder werden systematisch angeleitet, sinnvolle Regeln für den Umgang mit anderen zu erlernen, Grenzen zu akzeptieren und eigene Bedürfnisse zurückstellen zu können. In gleicher Weise bedürfen zurückhaltende und unsichere Kinder unserer Unterstützung. Dies ist eine unerlässliche Voraussetzung für den späteren schulischen Erfolg.
In einem emotional geschützten Umfeld wie dem SKG (gleicher Raum, gleiche Mitschüler, gleiche Lehrkraft, kleine Lerngruppe) entwickelt das Kind von sich aus das Bedürfnis, mehr lernen zu wollen. Die sich entfaltende Eigenmotivation erleichtert den Einstieg in das erste Schuljahr.